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Patrick Gabriel – Vorbereitung auf den HAJ Hannover Marathon

[31.03.2017]

Patrick Gabriel, 34 Jahre, ist beim Zweckverband Abfallwirtschaft Hannover (aha) in der Abteilung Arbeitsschutz beschäftigt und widmet sich in seiner Freizeit dem Leistungssport. Er ist nach einem Unfall vor einigen Jahren auf den Rollstuhl angewiesen und gehört zu den deutschen Spitzensportlern im Handbiking.

Du startest am 9. April beim Hannover Marathon in der Disziplin Handbike Halbmarathon – wie sieht deine Vorbereitung darauf aus?
Der Hannover Marathon ist das erste Rennen im Jahr. Obwohl die deutsche Elite da ist, schaut man dabei eher, was die anderen drauf haben und woran man selbst noch arbeiten muss. Im Februar war ich im Trainingslager auf Lanzarote, im März mit der Nationalmannschaft auf Mallorca.

Wie integrierst du das Training in dein Arbeitsleben?
Ich arbeite halbtags was aber durch meine Behinderung bedingt ist. Ich kann nicht so lange sitzen und bin froh, dass ich einen Spezialstuhl habe. Nach der Arbeit geht es zum Training – ich trainiere täglich fast genauso viele Stunden, wie ich arbeite. Dabei sitze ich nicht – in den Handbikes liegt man. Die Bewegung tut allerdings gut und ohne den Sport wäre ich sicher nicht so agil, wie ich jetzt bin. Ich hatte nach meinem Unfall auch die Möglichkeit, in Rente zu gehen, das wollte ich aber nicht.

Warst du vor deinem Unfall schon Leistungssportler?
Nein, da bin ich eher hobbymäßig viel geradelt, obwohl der Unfall beim Rennradfahren passiert ist.

Du bist schon mehrfach beim Hannover Marathon mitgefahren – gibt es einen Streckenabschnitt, auf dem du besonders gern fährst?
Der Zieleinlauf ist toll, der ist vor dem Neuen Rathaus. Da wir Handbiker vor den Läufern starten, ist dann zwar noch nicht so viel los, aber es herrscht schon eine Superstimmung. Wir sind ja auch nur etwa 30 Starter und da ist von Hobbysportlern bis zu Top-Athleten alles dabei.

Stehen dort auch deine Fans?

(lacht) Das ist meine Familie und die schlafen um diese Zeit noch!

Gibt es auch Stellen, die besonders schwierig sind?
Da gibt es schon ein paar schwierige Stellen. Da gibt es zum Beispiel eine sehr enge Kehre an der Stelle, an der man auf die Hildesheimer Straße abbiegt. Dort ist die Straße leicht abfällig. Mit dem Auto merkt man das vielleicht gar nicht, aber im Rad, das aufgrund der Geschwindigkeit in der Kurve eh schräg liegt, kann das gefährlich werden. Ein Fahrer ist dort letztes Jahr auf die Straßenbahnschienen geraten. Außerdem ist es im ganzen Innenstadtbereich eng und holprig – wenn man mit fast 40 Stundenkilometern durch diese echt engen Absperrungen saust, dann ist das schon ein seltsames Gefühl.

Du sagst 40 Stundenkilometer – ist das eine übliche Geschwindigkeit bei Rennen?
Also, die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt bei mir bei 39 Stundenkilometern. Hannover ist eh ein sehr schnelles Rennen.

Welche Zeit peilst du an?
Mir geht es nicht so sehr um die Zeit, eher um Platz eins. Ich werde lieber mit einer Zeit um 34 Minuten Erster, als mit 30 Minuten Zweiter. Das sind in etwa die Fahrzeiten beim Halbmarathon. Letztes Jahr sind wir sehr schnell unterwegs gewesen. Das Rennen hat sich erst im Zielspurt entschieden – leider bin ich da nur Zweiter geworden. Vico Merklein, der später bei den Paralympics in Rio Gold geholt hat, war eine Sekunde schneller. Mal sehen, wie es dieses Jahr ausgeht!

Du bist seit Jahresanfang in einem neuen Team – wer macht da noch mit?
Außer mir sind noch  Jetze Plat aus den Niederlanden und Michael Jørgensen aus Dänemark mit dabei. Da steckt jetzt noch einmal eine höhere Motivation dahinter. Wir haben uns beim Trainingslager auf Lanzarote schon ganz gut kennengelernt.

Ihr kommt aus drei verschiedenen Ländern – trainiert ihr auch mal gemeinsam?

Eigentlich wohnen wir gar nicht so weit auseinander. Wenn man von meinem Wohnort in der Region Hannover ausgeht, sind es etwa 400 Kilometer bis zu Michael nach Dänemark und etwa genauso weit bis zu Jetze, der in Amsterdam lebt. Theoretisch können wir uns in der Mitte treffen

Welche Rennen sind in diesem Jahr noch geplant?
Als nächstes geht es eine Woche nach dem Hannover Marathon nach Rosenau in Frankreich, dann noch ein Rennen in Spanien in einer europäischen Rennserie namens EHC. Anschließend wird es wichtig – ich starte in drei Weltcup-Rennen in Italien, Belgien und den Niederlanden. Dabei will ich mich für die WM in Südafrika im Sommer qualifizieren.

Wir drücken die Daumen – viele Erfolg!

Vielen Dank!

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